Stärken nutzen und ausbauen

Uitikon ist eine solide aufgestelle Gemeinde mit einer gut funktionierenden öffentlichen Verwaltung, und darauf will ich als Gemeindepräsident weiter aufbauen. Dabei dürfen nebenbei durchaus auch interne Abläufe und Verfahren mit Blick von aussen betrachtet und im Ratsgremium überdacht werden.

Uitikon als attraktive Wohngemeinde mit einem breiten lokalen Gewerbe soll und wird sich in den kommenden Jahren weiter entwickeln. Wobei Entwicklung nicht Wachstum um jeden Preis bedeutet. Im Rahmen der Möglichkeiten der Gemeinde sind diese Veränderungen vorausschauend zu lenken und zu gestalten. Die Standortvorteile, wie niedriger Steuerfuss, Nähe zur Stadt Zürich und intaktes Naherholungsgebiet, eigene Schule von Kindergarten bis Sekundarstufe, sind zu nutzen und vor allem ist ihnen Sorge zu tragen.

Ein gesunder Finanzhaushalt ist ein übergeordnetes Ziel und die Voraussetzung für einen weiterhin attraktiven Steuerfuss. Uitikon soll „wettbewerbsfähig“ bleiben auch für gute Steuerzahler. Mit strategischer und langfristiger Finanzplanung darf die Finanzierung geplanter und künftiger Infrastrukturprojekte weder zu langfristigen Steuerfusserhöhungen noch zu anhaltender Überschuldung führen.

Bildungsmöglichkeiten, also in erster Linie eine gute Schule und Tagesbetreuung in der Gemeinde, sind von zentraler Bedeutung und spielen eine wesentliche Rolle für potenzielle Neuzuzüger in ihrer Entscheidung für einen neuen Wohn- und möglicherweise auch Arbeitsort. Meine zehnjährige Tätigkeit als Finanzvorsteher der Schulgemeinde verschaffte mir einen gründlichen Einblick in den Schulbetrieb und in die auf die Schule zukommenden Herausforderungen. Mit einem regen, intensiven Zusammenwirken der Politischen Gemeinde und der Schulgemeinde sind übergeordnete Projekte und Vorhaben – aktuell das Projekt „Vision Allmend 2020“ – gemeinsam anzugehen und zielstrebig zu realisieren.

Mit dem sich abzeichnenden Wachstum Uitikons werden sich auch Fragen bezüglich Verkehr aufdrängen. Der ÖV, inklusive Ortsbus, wird eine grössere Nachfrage zu bewältigen haben, einschliesslich des Bedarfs einer zeitlichen Ausdehnung des Fahrplans. Spürbar zunehmen wird auch der Individualverkehr. Engpässe dürften sich vor allem um die gegenüberliegenden Zufahrten zum Leuen-Quartier und Waldegg-Zentrum wie auch im Dorfkern abzeichnen. Handlungsbedarf ist frühzeitig zu erkennen und allfällige Massnahmen sind rechtzeitig in die Wege zu leiten.

Ein aktives, vielseitiges Vereinsleben soll sich in Uitikon weiterhin entfalten können. In kulturellen und sozialen Belangen und vor allem auch mit Ausrichtung auf Jugend und Sport besteht in Uitikon ein erfreulich breites Angebot. Vereine sind in erster Linie Privatsache und entsprechend aufgestellt. Zur Unterstützung und Förderung soll sich die Gemeinde gezielt, ausgewogen und zurückhaltend mit angemessenen Mitteln einbringen.

Ein wichtiger Aspekt für unsere Gemeinde ist zudem im Zusammenhang mit dem vom Regierungsrat kürzlich angekündigten Sanierungspaket zu beachten. Der Regierungsrat schlägt unter anderem vor, den Kantonalen Finanzausgleich um CHF 50 Millionen zu entlasten. Im Verbund mit den anderen finanzstarken Gemeinden im Kanton Zürich muss sich Uitikon in den kommenden Diskussionen und bereits in Aussicht gestellten Arbeitsgruppen mit aller Deutlichkeit dagegen wehren, dass die Gebergemeinden mit weiteren, zusätzlichen Beiträgen an den Finanzausgleich belastet werden.

Mit meiner langjährigen beruflichen Führungskompetenz und zehnjährigen Behördentätigkeit in Uitikon verfüge ich über die Fähigkeit und Erfahrung, die Aufgaben und Herausforderungen als Gemeindepräsident zusammen mit dem Gemeinderat und der Verwaltung zu lösen.